NEU Rubrik „Für’s Herz“

Liebe Freunde des Hof Regaboga

Unter der Rubrik „Für’s Herz“ werden wir jeden Monat aktuelle Bilder, Gedanken oder Zitate 
veröffentlichen. Schauen Sie doch immer mal wieder rein und schaffen Sie sich eine kleine
Auszeit – wir freuen uns auf Ihren Besuch! 

 

Wir wünschen Ihnen frohe Ostern
Ihr Team Hof Regaboga

 

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Coco – Gerettet aus verwahrloster Katzenzucht

 
Nach langjährig bekannten Missständen kann das Veterinäramt endlich einschreiten und die Katzenstation einer Hobbyzüchterin auflösen. Bei der Räumung der überfüllten Zuchtstätte hören die Helfer ein Kratzgeräusch. Eingeklemmt hinter einem Einbaumöbel befreien sie schliesslich ein junges Kätzchen aus seiner misslichen Lage. Bei der Ankunft im Tierheim stellt sich heraus, dass ihre Hinterbeine und der Schwanz Lähmungserscheinungen zeigen. Die Abklärungen beim Tierarzt geben wenig Hoffnung. Die Therapieansätze sind beschränkt und aufwändig. Eine Vermittlung ist unter diesen Umständen aussichtslos.

 

Von Hobbyzüchterin total vernachlässigt
Im Tierheim kann die Katze nicht bleiben. Wir werden angefragt, ob wir der Kätzin noch eine Chance geben. Im Laufe der Jahre konnten wir im Umgang mit Lähmungen erstaunliche Erfolge erzielen. Wir nehmen Coco bei uns auf. Ihr körperlicher Zustand ist bedenklich. Glücklicherweise ist Coco sehr zutraulich und lernfähig. Das erleichtert unsere Pflegemassnahmen. Unser Physio-Therapie-programm ist auf ihre Verletzungen abgestimmt und soll helfen, Blockaden zu lösen.

Die ersten drei Wochen sind zeitintensiv. Trotz der Behinderung versucht Coco immer wieder auf die höher gelegenen Katzenliegen zu gelangen. Wir helfen nach, indem wir eine Liege auf Kniehöhe einstellen und die Höhe regelmässig anpassen. Der Tag, an dem es Coco gelingt, auch auf die obersten Katzenliegen zu gelangen, ist für uns alle ein unbeschreiblicher Glücksmoment! Mit der Zeit erholen sich ihre Hinterbeine und mit Ausnahme der Schwanzspitze, verschwinden die Lähmungserscheinungen vollständig. Heute hat die mittlerweile 3-jährige Coco einen festen Platz in unserer Katzenfamilie.

 

Herkulesaufgabe für das Regaboga Team
Was bedeutet es konkret, kranke, verstossene oder verhaltensauffällige Tiere aufzunehmen, wenn die Alternative nur noch die Euthanasie ist? Wo wir noch eine Chance sehen – allen Widrigkeiten zum Trotz, wenn nötig rund um die Uhr – Hilfe zu leisten. Medizinische Versorgung, eine bessere Lebensqualität, Sicherheit und Geborgenheit zu schenken. Dem Tier die Zeit zu geben, die es braucht, um wieder Vertrauen zu den Menschen aufzubauen. Wir vom Gnadenhof zum Regaboga tun das täglich, seit über fünfundzwanzig Jahren. Doch ohne Ihre Hilfe, könnten wir diese Herkulesaufgabe nicht bewältigen. Herzlichen Dank für Ihre Spende! 

 

Weihnachtsgeschichte 2023

Sherin braucht Ihre Hilfe –
in nächster Nähe Grosses bewirken

 

Täglich hören, sehen, lesen wir über Kriege, Terroranschläge, neue Katastrophen und höchstes Leid für Mensch und Tier irgendwo auf dieser Welt. Wir wollen helfen, fühlen uns aber angesichts des steigenden Ausmasses an Not überfordert und ohnmächtig. Wir fragen uns, was kann ich mit meiner Spende bewirken? Umso mehr, als auch die eigenen Mittel begrenzter geworden sind. Warum nicht da helfen, wo Sie mit Ihrer Spende viel bewegen können? In nächster Nähe!

Auf dem Hof Regaboga lebt seit sechs Jahren der kleine Rüde Sherin einvernehmlich mit unseren Hunden zusammen. Er hat schon grosse Fortschritte gemacht, braucht für eine Vermittlung aber noch Zeit. Leider ist seine Patin erkrankt und kann ihn nicht mehr unterstützen. Deshalb suchen wir für den achtjährigen Terrier-Mischling eine neue Patin oder einen Paten. Sherin ist kerngesund, aufmerksam und voll Lebensfreude.

Sherins leidvolle Erfahrungen mit den Menschen
Der schlaue, liebenswürdige Terrier wächst in einer sechsköpfigen Familie auf. Niemand hat Zeit, sich um den jungen Hund zu kümmern. Deshalb ist er öfters allein unterwegs. Obwohl er niemanden Probleme bereitet, fällt er einer Gruppe junger Burschen auf. Sie machen sich einen Zeitvertreib daraus, ihn bei jeder Gelegenheit zu jagen und mit Knallfröschen zu verängstigen. Längere Zeit entkommt er dem Zugriff der Gruppe, bis er eines Tages die Situation falsch einschätzt und in eine Sackgasse gerät. Es gibt kein Entkommen! Die Jugendlichen kommen immer näher. Er gerät in Panik. In seiner Verzweiflung greift er an. Doch diese lassen sich davon nicht beeindrucken und beginnen wütend, ihn mit Fusstritten zu traktieren. Immer wieder treffen ihre Tritte die kurzen Vorderbeine bis Sherin reglos zusammenbricht. Eine Anwohnerin beobachtet das und benachrichtigt seine Familie, die ihn in die Tierklinik bringt. Sherin hat an beiden Vorderbeinen schwerste Knochenbrüche. Die Täter kommen ohne Strafe davon.

Kann er jemals wieder laufen?
Die Frakturen verheilen erfreulich schnell, nicht aber das Trauma, welches der Übergriff ausgelöst hat. Sherin lässt niemand mehr an sich heran. Bei jeder kleinsten Unsicherheit reagiert er aggressiv. Eine Rückkehr zur Familie ist unvertretbar. Mehrere Vermittlungs- versuche scheitern, weil er sich zum Angstbeisser entwickelt hat. Bevor man ihn einschläfert, werden wir angefragt, ob wir noch eine Möglichkeit sehen. Der Hof Regaboga hat viel Erfahrung mit traumatischen Belastungen. Aus unserem Alltag wissen wir, er kann das Trauma verarbeiten, braucht dazu aber das richtige Umfeld, erfahrene Betreuer und Zeit.

Hof Regaboga ein sicherer Ort für unsere Schützlinge
Neben Sherin lebt auf unserem Hof eine bunte Schar von Tieren, die alt sind, die niemand mehr will oder andere Beeinträchtigungen haben. Wir geben täglich alles, um Ihnen ein sicheres Zuhause, fürsorgliche Pflege und liebevolle Betreuung zu gewährleisten. Ohne Ihre Hilfe kann es einen Ort, wie den Hof Regaboga, wo Tieren wie Sherin geholfen wird, nicht geben. Deshalb sind wir dankbar um jeden Franken, der für unsere Tiere gespendet wird.
Wir sind überzeugt, dass Ihr beherzter Einsatz für unseren Gnadenhof – in welcher Form auch immer – auch für Sie persönlich etwas Positives in Bewegung setzt.

Ihnen wünschen wir ein harmonisches Weihnachtsfest, zauberhafte Stunden im Kreis Ihrer Liebsten und einen inspirierenden Start in ein lichtvolles 2024.

Herzliche Grüsse

Monika Aliesch und das Regaboga Team Lieber Tierfreund 

Ohne Ihre Hilfe kann es einen Ort, wie den Hof Regaboga, wo Tieren wie Sherin geholfen wird, nicht geben. Deshalb sind wir dankbar um jeden Franken, der für unsere Tiere gespendet wird.

Ein Chihuahua, der nur „Hund“ sein will

NEWS, Oktober 2023

Ein Chihuahua, der nur „Hund“ sein will

Liebe Hoffreunde

Wie stellen Sie sich einen Gnadenhof vor? Denken Sie dabei an einen traurigen, trostlosen Ort, an dem alte, gebrechliche Tiere, die niemand mehr will, ihren Lebensabend verbringen? Obwohl einige unserer Schützlinge betagt, krank und aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr vermittelbar sind, so ist der Hof zum Regaboga alles andere als trostlos. Vielmehr ist es ein fröhlicher, lebendiger Ort, an dem eine bunte Schar von Vierbeinern für viel Abwechslung, Freude und Überraschungen sorgt.

Ein Schicksalsschlag, der ein unbeschwertes Hundeleben beendet

Im Dezember letzten Jahres erhielten wir einen Anruf eines Tierarztes. Ein sechsjähriger Chihuahua sollte eingeschläfert werden. Die Hündin war übergewichtig und litt an Herz- und Nierenproblemen. Eine Familie hatte den Hund vor einem Jahr von einer Verwandten übernommen, die wegen einer Erkrankung das geliebte Tier nicht mehr versorgen konnte. Niemand in der Familie hatte Hundeerfahrung. Ein so kleiner Hund brauche auch nicht viel, so die Meinung der Eltern, die den Hund für ihre 10-jährige Tochter übernahmen. Sehnlichst hatte sie sich einen kleinen Hund gewünscht.

Eine unüberlegte Entscheidung mit schweren Folgen

Der Chihuahua wurde auf „Cindy“ umbenannt. Einige Monate nach der Aufnahme in ihr neues Zuhause musste Cindy wegen Magen-Darm-Beschwerden behandelt werden. Eine langwierige Therapie mit Medikamenten folgte. Wenige Monate später ging es der Hündin wieder sehr schlecht. Sie hatte einiges an Gewicht zugelegt. Der Tierarzt hatte einen Verdacht. Wie viel Auslauf hat Cindy? Wie wird sie ernährt?

Die Erwartungen nicht erfüllt

Es stellte sich heraus, dass niemand in der Familie wusste, was eine artgerechte Hundehaltung ist. Um Gewicht abzunehmen und ihre ständigen Darmprobleme in den Griff zu bekommen, verordnete der Arzt einen strikten Diätplan, Medikamente und regelmässigen Auslauf. Cindys Zustand verbesserte sich nicht. Es schien, als habe das Mädchen die Freude an ihrem Hund verloren. Er folge nicht, belle viel und wolle nicht auf den Arm und im Täschchen getragen werden. Die Eltern beklagten die hohen Kosten und die Häufchen, die Cindy ab und an in der Wohnung hinterliess. Man beschloss, das kranke Tier „von seinem Leid zu erlösen“.

Spielzeug sein – das Schicksal mancher kleinen Hunde

Der Tierarzt konnte die verantwortungslose Haltung der Eltern nicht gutheissen. Er fand diese tapfere Kämpferin ist noch viel zu jung, um eingeschläfert zu werden. Er verhandelte mit Diplomatie und Druck bis die Familie schliesslich einwilligte, den Chihuahua in professionelle Obhut freizugeben. Wir nahmen Cindy bei uns auf in der Überzeugung, dass die Hündin bei artgerechter Haltung und richtiger Ernährung sich sehr positiv entwickeln wird. Auf unserem Hof ist sie regelrecht aufgeblüht. Im Sommer war sie auf dem Gelände mit uns viel unterwegs. Ihr Gewicht ist wieder normal, die Medikamente und das Spezialfutter konnten wir absetzen. Sie hat sich so gut entwickelt, dass wir sie vermitteln konnten. Cindy heisst heute wieder „Annabelle“ und führt ein erfülltes Hundeleben als Teil einer neuen Familie mit viel Hundeerfahrung.

Die Arbeit auf dem Hof zum Regaboga hat eben viele Facetten und hin und wieder passiert sogar das eine oder andere Wunder. Wir möchten mit unserer Tatkraft noch viel bewegen um die Welt für einige Menschen und Tiere in schwierigen, schmerzhaften Lebenssituationen positiv zu verändern. Deshalb sind wir froh um jeden Franken, der gespendet wird. Danke, dass Sie uns auch weiterhin unterstützen.

Herzlichen Dank und liebe Grüsse

Monika Aliesch und das Regaboga Team

 

Annabelle, ein Chihuahua, der nur „Hund“ sein will

Kann eine Spende die Welt verändern? Und ob!

NEWS, Juni 2023

Kann eine Spende die Welt verändern? Und ob!

Lieber Tierfreund vom Hof Regaboga 

Bäri, unser gutmütiger Hofhund, wedelt zur Begrüssung freundlich mit dem Schwanz und stupst mich zärtlich an. Es ist seine Art „Danke“ zu sagen. Der Berner Sennenhund hat eine schmerzvolle Vergangenheit. Es hat ihn viel Kraft gekostet, sich wieder eine erfüllte Welt zu erschliessen. Und das soll nie mehr in Frage gestellt werden!

Ein treuer Begleiter durch Dick und Dünn.

Als junger, verspielter Welpe kommt er in seine Familie. Es entsteht eine enge Verbindung zum Vater, der Bäri überall mitnimmt. Der Hund folgt ihm aufs Wort. Den anderen Familienangehörigen ist der Rüde bald zu gross und zu aktiv. Sie kümmern sich nicht um ihn. Bäri ist vier Jahre alt, da erkrankt der Vater schwer. Er kann sich nicht mehr um seinen geliebten, vierbeinigen Gefährten kümmern. Immer öfter wird der Hund weggesperrt. Sein neuer Platz ist ein dunkler enger Gang; weg von allem, was vorher sein Leben geprägt hat.

Alles verloren. Sich selbst überlassen.

Nach schwerer Krankheit stirbt der Familienvater. Der Hund ist nun weitgehend sich selbst überlassen. Niemand hat die Energie, sich in dieser schwierigen Zeit auch noch um ihn zu kümmern. Bäri vermisst seine vertraute Bezugsperson. Im Leid zieht er sich immer mehr zurück, verliert an Gewicht und Lebenswille. Die wenigen Kontakte mit Menschen werden immer schwieriger. Bäri misstraut jedem und allem. Jede noch so kleine Veränderung in seinem tristen Alltag überfordert ihn. Er reagiert unkontrolliert und ist nicht mehr zu führen.

Bis zum Einschläfern bleibt nur noch wenig Zeit.

In dieser überaus heiklen Situation wird als allerletzter Versuch ein Hundefachmann zugezogen. Dieser erkennt die Lage des verzweifelten Bäri. Im Wissen, dass der Rüde sonst unverzüglich eingeschläfert werden soll, wendet er sich an uns. Eigentlich ist unser Gnadenhof voll belegt. Wir beschliessen trotzdem, dem Grossen eine Chance zu geben. Kaum bei uns angekommen und ohne Kette, geniesst er erstmal sich auf dem grosszügigen Areal frei bewegen zu können. Wir erkennen aber auch, dass das Vertrauen in den Menschen arg gelitten hat. Auch seinen Artgenossen gegenüber verhält er sich sehr unsicher.

Es gibt immer einen Weg, gemeinsam ans Ziel zu kommen!

Fast ein Jahr vergeht, bis sich Bäri von uns anfassen lässt, ohne in Stress zu geraten. Wir lassen ihm die Zeit, die er braucht, um zu verstehen, dass niemand etwas von ihm will, was er nicht kann. Seine ersten zaghaften Schritte zurück in ein erfülltes Hundeleben bescheren uns viele berührende Momente. Allmählich kommt seine Freude an neuen Kontakten zu unseren Schützlingen und anderen Hunden zurück. Mit ihnen zu spielen und unterwegs zu sein, gewinnt wieder an Bedeutung.

Spenden haben die ganze Welt von Bäri verändert

Es hat Bäri viel abverlangt, wieder Vertrauen und Zuversicht aufzubauen. Der stattliche Rüde mit dem guten Wesen entwickelt trotz seines Alters wieder jugendliche Übermut und liebt Aktivitäten in der freien Natur. Er zählt zu unseren Schützlingen, die auf dem Hof zum Regaboga ein Zuhause für immer gefunden haben. Wir sind absolut überzeugt, dass wir mit unserer Tatkraft sehr viel bewegen und bewirken können! Sie, und weitere treue Spenderinnen und Spender, ermöglichen das. Damit wir auch weiterhin Menschen und Tieren in einer schwierigen und schmerzhaften Lebenssituation helfend zur Seite stehen können, benötigen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Damit tragen Sie dazu bei, dass die Welt ein wenig besser wird. Für unseren Bäri hat sich eine ganze Welt verändert.

 

Herzlichen Dank und liebe Grüsse

Monika Aliesch und das gesamte Regaboga Team

Für Bäri hat sich eine ganze Welt verändert! Endlich hat er ein liebevolles, sicheres Plätzchen auf unserem Hof gefunden.

Weggesperrt in einen dunklen, engen Gang. Auf unserem weitläufigen Areal geniesst Bäri sein neues, unbeschwertes Hundeleben.

Verstossen, einem ungewissen Schicksal überlassen

hof regaboga, märz 2023

Liebe Hoffreunde

Eine Familie aus unserer Nachbarschaft zieht weg. Sie haben zwei Büsis, die täglich auf ihrem Heimweg über unsere Weide spazieren. Die Leute sind längst weggezogen, da realisieren wir allmählich, dass zwei Familienmitglieder zurückgeblieben sind. Warum durften die Katzen nicht mitkommen? Wer kümmert sich um sie? Wir sehen sie nur noch selten und nehmen an, dass für sie ein neues Zuhause arrangiert wurde. Wochen vergehen. Eines Morgens findet eine tierliebende Dame aus der Nachbarschaft vor ihrem Hof eines der Büsis. Tot. Niemand weiss, was dem abgemagerten Tier zugestossen ist. Wo aber ist das zweite Kätzli? Lebt es noch? Niemand hat es gesehen. Wir suchen die Gegend weitläufig ab, leider vergebens.

Eingeklemmt, verletzt, am Ende seiner Kräfte

Einige Tage später verrichten wir unsere tägliche Stallarbeit mit Teddy, unserem Hund, der uns immer begleitet. Er liebt es, bei der Arbeit „mitzuwirken“. Doch heute verhält sich Teddy sehr seltsam. Er ist aufgeregt und versucht immer wieder auf den höher gelegenen Stallboden, wo wir Heu lagern, zu gelangen. Irgendetwas muss ihn beunruhigen. Obwohl wir alles überprüfen, finden wir nichts. Wir nehmen Teddy zu Hilfe. Er läuft geradewegs zu den grossen, dicht aneinandergelagerten Heuballen, kratzt daran und bellt aufgeregt.

Plötzlich vernehmen wir ein leises Fauchen aus dem Heu. Vorsichtig graben wir etwas vom Heu ab und entdecken eine Katze, die zwischen den Heuballen und Gerätschaften eingeklemmt ist. Es ist das zweite Büsi aus der Nachbarschaft. Zu zweit gelingt es uns, dass sich heftig zur Wehr setzende Tierli behutsam zu befreien. Es ist ein Kater. Woher nimmt er noch die Kraft? Er sieht erbärmlich aus. Sein Körper ist übersät mit Kratz- und Bisswunden. Einige davon haben sich stark entzündet. Ein Abszess ist aufgebrochen, übel -riechender Eiter trifft heraus.

Übersteht er die Nacht?
Sofort bringen wir den völlig erschöpften Patienten zum Tierarzt, der ihn medizinisch versorgt und dortbehält. Sein Zustand ist kritisch. Drei Tage vergehen, dann ist er über dem Berg und wir dürfen ihn zu uns auf den Hof nehmen. Seine Wunden müssen täglich verarztet werden, was er geduldig geschehen lässt. Wir nennen ihn Jonathan – ein würdiger Name für einen wehrhaften Überlebenskämpfer. Er darf bei uns bleiben. Weil er ein Freigänger ist, bereiten wir ihm ein geschütztes, sicheres Plätzchen im Stall.

Jonathan blüht in den nächsten Wochen richtig auf. Seine Wunden verheilen, er legt kräftig an Gewicht zu. Den Hof, seine Schlafplätzchen im Stall und die Streicheleinheiten von uns geniesst er sichtlich. Vom wehrhaften Kämpfer hat er sich zum zutraulichen Schmusekater entwickelt. Unsere Familie ist um ein Mitglied grösser geworden.

Wir lieben unsere Arbeit. Was wirklich zählt, um weiterzumachen, sind Sie.

Oft sind wir konfrontiert mit Tieren die ausgesetzt, misshandelt oder vernachlässigt wurden. Nicht so oft enden diese Tierrettungsaktionen mit einem Happyend. Die Arbeit auf einem Gnadenhof hat eben viele Facetten. Rückschläge schnell zu verkraften und mit vollem Einsatz weiterzumachen, ist ein Teil davon. Der Erfolg unseres ständigen Bemühens, mit begrenzten personellen und finanziellen Mitteln den uns anvertrauten Schützlingen ein gutes Leben zu ermöglichen, hängt sehr von Ihrer Unterstützung ab. Jeder Franken von unseren treuen Spenderinnen und Spendern ist ein wertvoller, geschätzter Beitrag zum Fortbestand unseres Gnadenhofs. Danke und bitte vergessen Sie uns nicht!

 

Herzliche Grüsse

Herzliche Grüsse