Alles Gute für’s 2022 & Jahresrückblick

News, Dezember 2021

 

Alles Gute für’s 2022 & Jahresrückblick

Geschätzte Regabogafreunde

Schon wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu. Ein Jahr, das vielen von uns neue Seiten aufgezeigt hat – Gute als auch Herausfordernde.

Wir haben die Guten dankbar angenommen und versucht aus den Herausforderungen das Beste zu machen. Möge es Ihnen allen auch so ergangen sein.

Viele Begebenheiten haben unseren Alltag im Zusammenleben mit unseren Tieren geprägt.

Begleiten Sie uns auf einen kleinen Rückblick in die vergangenen Monate.

 

Unsere Huftiere

Seit 2019 leben unsere Huftiere nun im Schwarzwald. Hier werden sie liebevoll und kompetent von unseren erfahrenen Mitarbeitern Susan, Dirk und Janusz betreut. Ein besonderes Dankeschön diesen Dreien!

Pablo und Miranda dürfen dieses Jahr ihren 30. Geburtstag feiern, Gwyneth sogar schon ihren 32. Doch es gab auch traurige Momente. So kam etwas unerwartet – der Abschied von Florian und Ladina. Florian, der von Geburt an ein Krebsleiden hatte, durfte in seiner Herdenfamilie 25 gute und beschwerdefreie Jahre verleben. Innert weniger Tage neigte sich seine Lebenskraft dem Ende zu. Sorgenvoll haben wir an Ladina gedacht, denn die zwei waren seit ihrer Jugend unzertrennlich. Unsere Befürchtungen traten ein, keine zwei Monate später, erlitt Ladina eine Herzschwäche und folgte ihrem Florian. So vielen Tierfreunden schenkten sie wunderbare Stunden auf den Esel-Trekkings.

Danke euch Beiden für die wunderschönen Jahre die wir mit euch erleben durften.

Florian & Ladina
Unsere Hunde

Auch hier blicken wir auf viele Herausforderungen zurück, deren Ausgang oft ungewiss war. Rückblickend sind wir dankbar, dass wir jede angenommen haben, alle positiv verlaufen sind und wir wieder viel lernen konnten.

Eine anspruchsvolle Aufgabe war es, der kleinen Sophie zu helfen. Als Notfall kam sie gerade mal 7 Jahre alt, austherapiert und zum Einschläfern vorgesehen zu uns. Über 20 Jahre Hundeerfahrung haben sich hier glücklicherweise bewährt. So konnten wir der gutmütigen Hündin eine neue Perspektive aufzeigen, um den Alltag anzugehen und sie nahm sie dankbar an! Sophie wird ihren neuen Besitzern das Herz öffnen, genauso wie sie es hier auch getan hat. 

Dankbar und mit leiser Wehmut haben wir im Spätsommer von unserer Yoko Abschied genommen. Mit ihren gut 15 Jahren war sie immer mit uns unterwegs im Stall, wo sie ihre Aufgaben bis zum Schluss wahrgenommen hat. Nun zeigte sich ihr Herz müde.

Sanft und zufrieden ist sie in ihrem geliebten Garten zu ihrer nächsten Reise aufgebrochen.

Sophia
Yoko
Unsere Katzenfamilie

Nachdem der kleine Pirmin seinen Kampf gegen seine Krankheit verloren hatte, blieb sein „Gspänli “ Orlando allein zurück.

Ein scheuer, verängstigter kleiner Kerl, der jedem Kontakt aus dem Weg ging. Es galt dem jungen Kater, nun in den folgenden Monaten genug Ruhe und Vertrauen zu vermitteln, sodass er sich in Sicherheit fühlen und lernen konnte, dass er vor uns Menschen nichts zu befürchten hat.

Er ist auf gutem Weg… So kann es passieren, dass man am Morgen am Fussende des Bettes ein kleines zusammengerolltes Bündel schlafen sieht – unser Orlando.

 

Orlando
Unsere Gänseschar

Immer wieder erhalten wir Anfragen, in denen es darum geht, allein zurückgebliebene Tiere aufzunehmen.

Eine Zusammenführung ist nie einfach, insbesondere da diese Tiergattung oft noch sehr verbunden mit ihren verstorbenen Partnertieren sind. Deshalb ist es immer eine spezielle Herausforderung die neuen gefiederten Freunde harmonisch in die richtige Gruppe zu integrieren.

So ist die Freude jeweils bei uns allen gross, wenn dies gelingt und wir sie friedlich auf ihren Spaziergängen auf dem Areal beobachten können.

 

Unsere Gänse
Unsere Ziegen

Auch in dieser Tiergattung erlebten wir im vergangenen Jahr viel Neues. Wie schön, wenn völlig verängstigte Tiere aus schlechter Haltung zu uns kommen und wir dann sehen, dass Sie in kurzer Zeit Vertrauen zu uns und in ihre neue Umgebung fassen.

Eine Begebenheit hat uns besonders berührt:

Die Ziege Madleine kam vor einem Jahr als Ersatzmama mit den kleinen Buben Gian und Giachen zu uns. Da sie im Zuchtbetrieb nicht aufgenommen hatte, war dies ihr Todesurteil. So beschlossen wir, sie mit den kleinen Zicklein zu uns zu nehmen. Wegen der Coronasituation verzögerte sich der Termin mit der Kastration der beiden prächtig herangewachsenen Buben. So kam es, dass Madleina im Herbst immer fülliger wurde und vor gut zwei Monaten ein wunderbares Ziegenmädchen zur Welt brachte. So unerwartet und wunderbar. Die kleine Lavinia belebt den ganzen Stall mit ihrem Übermut und erfüllt unsere Herzen immer wieder mit grosser Dankbarkeit dem Leben gegenüber.

Madleine & Livinia

Die oft dunklen Wolken der Sorge sind auch in diesem Jahr dem Licht der Solidarität unserer Arbeit gegenüber gewichen. Ich danke allen im Namen des ganzen Teams und unserer Tiere für die erlebte grossartige Unterstützung, die uns immer wieder die Kraft gegeben hat, trotz aller Widrigkeiten, nicht aufzugeben.

 

Mögen Sie alle das Licht der Liebe, der Hoffnung und der Zuversicht in Ihrem Herzen hüten.

Wir vom Hof Regaboga wünschen Ihnen und Ihren Lieben, gesegnete Festtage und Glück sowie Gesundheit für ein erfülltes 2022.

Danke von Herzen.

 

Monika Aliesch und das Regaboga Team

 

Weihnachtswunder auf dem Hof Regaboga

NEWs, Dezember 2021

Weihnachtswunder auf dem Hof Regaboga

Die Hoffnung nie aufzugeben und schwierige Situationen zu bewältigen, gehört zum Alltag auf unserem Gnadenhof. Ein verzweifelter Anruf von einer Tierheimleiterin unterbricht unsere Arbeit. Sophie, eine sechsjährige Mischlingshündin mit einem sanften, gutmütigen Wesen soll eingeschläfert werden, wenn nicht ein Wunder geschieht. Sie wurde im Tierheim abgegeben. Dort stellte sich heraus, dass sie eine Verhaltensstörung hat. Ständig jagte sie ihrer eigenen Rute hinterher und biss sich diese blutig. Um Sophie vor sich selbst zu schützen, erhielt sie im Tierheim einen Kragen und Therapien. Doch sobald der Kragen entfernt wurde, verletzte sie sich wieder. Eine Vermittlung scheint aussichtslos.

Obwohl die Auswirkungen der Pandemie ein tiefes Loch in unsere Finanzen gerissen haben, entscheiden wir uns, Sophie bei uns aufzunehmen. Wir geben ihr Raum und Zeit, sich mit der neuen Situation auseinanderzusetzen. Zwischen dem neuen Schützling und unserer Beagle Hündin Amy entsteht eine innige Freundschaft. Endlich können wir sie vom Kragen befreien. Gemeinsame Spiele mit Amy helfen Sophie, ihre schmerzhaften Erfahrungen zu verarbeiten. Einige Wochen später ist sie nicht mehr wieder zu erkennen! Ihre Verletzungen an der Rute sind kaum mehr sichtbar. Sie ist aufgeblüht und nimmt voll Lebensfreude an unserem Alltag teil. Als Sophie zu allem Glück auch noch einen Lebensplatz bei tierliebenden Menschen
findet, ist für uns alle klar: ein Wunder ist geschehen.

Bei unseren Tierrettungen erleben wir viel Leid. Nicht selten stossen wir dabei an unsere eigenen Grenzen. Umso grösser ist die Freude, wenn wir im Leben eines Tieres so viel Positives bewirken können. Ohne Ihre Solidarität, Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung wäre das nicht möglich. Aus ganzem Herzen danken wir Ihnen für den Rückhalt, den wir dank Patenschaften und Geldspenden erhalten.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Liebsten Gesundheit, eine lichtvolle Adventszeit und ein gutes 2022 mit vielen positiven Erfahrungen und Glücksmomenten.

Monika Aliesch und das Regaboga Team

 

Der Stern des Glücks zeigt sich dort, wo wir uns einsetzen für das, was wirklich zählt im Leben.

Sophies Leidenszeit mit Kragen

Wieder gewonnene Freiheit im Spiel

Veränderung als Chance

 

 

News, märz 2021

Veränderung als Chance

Über viele Jahre hinweg war die kleine Ziegenfamilie die Freude der Seniorenheimbewohner. Ihre Zutraulichkeit tat den betagten Menschen gut und die Ziegen wurden mit Leckereien verwöhnt. Das Ziegengehege war ein Ort, wo man sich gerne getroffen und ein paar Worte ausgetauscht hat.

Doch bei dem Umbau der Aussenanlage ist kein Platz mehr für die Tiere eingeplant; sie sollen weg. Mit grosser Anstrengung versuchen die Verantwortlichen über Monate hinweg für die Drei einen neuen Platz zu finden. Doch die Jahreszeit und vor allem die Pandemie lassen alle Bemühungen scheitern – es bleibt nur noch das Einschläfern der Tiere!

Der junge Bauleiter kann und will das nicht hinnehmen. Er unternimmt einen letzten Rettungsversuch und kontaktiert alle Bekannten. So erhalten wir die Anfrage.

Auch auf dem Hof Regaboga gilt es abzuschätzen, ob eine Aufnahme von den Platzverhältnissen her überhaupt möglich ist. Aber es scheint Schicksal zu sein, dass gerade diese Drei ein neues Zuhause benötigen, denn im letzten Jahr haben uns Zickly, Kalif und Bärbel verlassen. Wir können also zusagen!

Die Freude und Erleichterung ist bei allen gross und wir freuen uns auf viele schöne Jahre mit dem Familienzuwachs in der Ziegenherde.

Im Namen aller, vor allem aber der Tiere im Stall, danke ich Ihnen für Ihre Hilfe!

Monika Aliesch und das Regaboga-Team

 

Abschied von Pirmin

Das kleine Licht der Hoffnung brannte hell, aber leider viel zu kurz – wenige Tage vor Weihnachten ist unser kleiner Pirmin seiner Immunerkrankung erlegen.

Bis zum Ende hat er gekämpft, aber es sollte nicht sein. Tieftraurig, aber dankbar für die Zeit mit dem kleinen Katzenmann, haben wir uns verabschiedet.Lieber kleiner Primin – in den wenigen Wochen bei uns hast Du so viele Menschen erreicht und uns allen Hoffnung und Zuversicht weitergegeben. Das gleiche hätten wir uns für Dich gewünscht.

Danke kleiner Hoffnungsträger, der du in unseren Herzen weiter leuchten wirst …

 

Vergelt’s Gott!

news, februar 2021

 

DANKE für die grossartige Unterstützung, die wir erfahren durften!

In den vergangenen zwanzig Jahren haben wir auf dem Regaboga so einige schwere Zeiten durchlebt. Während der letzen 12 Monate wurde der Druck, infolge der Pandemie, zusehends grösser sowie auch die Ungewissheit über unsere Zukunft.

Ihre aussergewöhnliche Solidarität und Unterstützung nach unserem Aufruf im letzten Beitrag sind für uns eines der schönsten Geschenke, die wir je bekommen haben. Die Arbeit und die Verpflichtungen über die kalte Jahreszeit wurden nicht weniger, aber der Druck lastete nicht mehr so schwer auf unseren Schultern.

Mit einem innigen «Vergelt’s Gott» möchte ich Ihnen an dieser Stelle im Namen aller vom Hof Regaboga danken.

Herzlich,

Monika Aliesch und das Regaboga Team

Unsere Tiere geniessen auch im Winter ihren täglichen Freigang.

Weihnachten 2020

News, Dezember 2020

 

Weihnachten 2020 & Jahresrückblick

Geschätzte Regabogafreunde

Wir alle schauen zurück auf eine sehr bewegte Zeit, in der uns noch deutlicher bewusst geworden ist, wie wichtig die Arbeit für unsere Tiere in Institutionen wie dem Hof Regaboga seit über 20 Jahren ist.

Viel erfülltes, berührendes, inspirierendes und trauriges hat unseren Alltag bereichert, woraus wir für jeden Tag in unserem Wirkungskreis wieder Kraft gewonnen haben.

Solche Momente können nur entstehen, wenn wir Raum, Geborgenheit und  Perspektiven zur Verfügung haben.

Ihnen allen wünschen wir genau das: Raum für die Entwicklung, Geborgenheit zum Innehalten und Perspektiven um den Mut zu haben voran zu gehen!

 

nanouk

Im Herbst hat unser Husky Nanouk seine nächste Reise angetreten. Sieben Jahre war der Hof Regaboga sein Zuhause. Nanouk hat alle und jeden zu Beginn als seinen Feind betrachtet. Und dementsprechend hat er sich verhalten – so mancher machte mit ihm schmerzhafte Erfahrungen. In den Jahren bei uns hat er sich zum Hofmaskottchen entwickelt. Mitzuerleben wieviel Freude Nanouk mit seiner offenen Art jedem Besucher bereitet hat, war schlichtweg umwerfend. Es hat allen gezeigt, dass es sich immer lohnt dem anderen so viel Zeit zu geben, wie er braucht.

MAX

Der junge Burenziegenbock ist als Notfall zu uns  gekommen. Der gesamte Ziegenbestand in Max’ Heimatstall war erkrankt. Für den Bruder Moritz kam schon jede Hilfe zu spät. Auch bei Max sieht es kritisch aus. Aber er hat einen unbändigen Willen zum Leben! Mit unserer Unterstützung kämpft er sich zurück in den Alltag und entwickelt sich zu einem wunderschönen Burenbock. Max hat uns allen gezeigt: Aufgeben gilt nicht!

unsere Gänse

Dieses Jahr sind einige einzelne Tiere zu uns gestossen. Oft bleibt eines der Tiere nach dem Ableben des Partners zurück oder deren Besitzer kann die Gänse altershalber nicht mehr versorgen. Die Vergesellschaftung der Tiere muss mit viel Umsicht und Erfahrung erfolgen. Nur so kann gewährleistet werden, dass sich die neuen Tiere in der bestehenden Gruppe sicher integrieren können. Unser letzter Zuwachs ist Harald. Herzlich willkommen!

unsere Pferde und esel

Nach dem ersten Winter am neuen Ort, der den Tieren einiges abverlangt hat, sind alle gut durch das vergangene Jahr gekommen. Bei dem hohen Alter, das einige aufweisen, kann ein Abschied jederzeit eintreffen. So war es denn unsere älteste Eselstute Brunella, die mit gut 30 Jahren im Herbst ihre Zeit auf Erden beendet hat. Besonders rührend war mitzuerleben wie liebevoll die Eselstute Miranda ihrer betagten Gefährtin bis zum Schluss zur Seite gestanden ist. Danke dir Miri!

nesthäkchen pirmin

Auf dem Heimweg entschließe ich mich kurzfristig eine Abkürzung durch den Wald zu nehmen. In der hereinbrechenden Dämmerung sehe ich vor mir etwas auf der schmalen Strasse. Ich bremse ab und staune nicht schlecht: Wo kommt dieses brandmagere verschnupfte Kätzchen her, das da mitten auf der Waldstrasse sitzt? Weit und breit gibt es kein Haus oder Gehöft in dieser Gegend. Mittlerweile ist es beinahe dunkel geworden. Als ich aussteige, versucht das kleine Tier davonzulaufen. Aber da ist keine Energie mehr vorhanden. Der kleine Körper ist völlig ausgemergelt.

Wenige Minuten später habe ich den Findling im Auto und gemeinsam setzen wir unseren Weg nach Hause fort. Mein kleines Findelkind schläft zusammengerollt in meiner Jacke. Er ist noch fast ein Baby und bräuchte eigentlich dringend seine Mama. Was ist geschehen, dass er alleine unterwegs war? Wo sind seine Geschwister?

Der Tierarztbesuch am nächsten Tag zeigt wie kritisch es für den kleinen Kater aussieht. Es grenzt an ein Wunder, dass er nicht von einem Fuchs geholt wurde oder einfach an seiner Infektion und Erschöpfung zugrunde gegangen ist.

Mit jedem Tag in Sicherheit kommt ein Stück Lebenskaft zurück.

Es wird noch einiges an Zeit und Pflege brauchen bis der kleine Pirmin ein grosser starker Kater sein wird. Sein besonders freundliches und anhängliches Wesen öffnet alle Türen der Sympathie.

Pirmin ist ein kleiner Botschafter für die Hoffnung, die wir alle nie verlieren mögen!

Die durch die Pandemie verursachten Massnahmen im Frühling haben den Hof Regaboga mit aller Härte getroffen! Homeoffice und keine gebuchten Reisen bedeuten keine Hundegäste – also keine Einnahmen. Von einem Moment zum anderen ist unser wichtigstes Standbein – die Hundepension – einfach weggebrochen. So hart die Situation für uns alle damals und heute ist – es ändert nichts an der Tatsache, dass unsere Tiere uns jeden Tag brauchen! Diese Aufgabe und das Vertrauen, einfach das Mögliche umzusetzen, haben uns geholfen die letzen Monate auf unserem Weg zu bleiben.

Wir sind dringend auf Ihre Unterstützung angewiesen damit wir unsere Arbeit zum Wohle der Tiere fortsetzen können und der Hof Regaboga weiter bestehen kann.

Danke für Ihre Hilfe!

Ihnen und Ihren Lieben wünschen wir besinnliche Weihnachtstage und alles Gute für das neue 2021. Bleiben Sie gesund!

Herzlichst,

 

Monika Aliesch und das Regaboga Team