Verbunden bis in den Tod

NEWs, März 2019

Verbunden bis in den Tod

Vor gut 2 Jahren kam der alte Wallach Tom mit seiner Begleiterin Luna zu uns. Tom hat sich in kurzer Zeit eingelebt, Luna hingegen nicht. Die Eselstute interessierte sich kaum für die anderen Eseln, sondern nur für ihren Gefährten Tom.

Wir hofften auf den Faktor Zeit… jedoch vergeblich: Lunas Verhalten änderte sich nicht. Sie war immer an Toms Seite, auch als der alte Wallach letzten Herbst schwer erkrankte. Trotz allen Bemühungen gelang es dem Tierarzt nicht den Krankheitsverlauf zu stoppen. Im Januar musste Tom eingeschläfert werden.

Mit grosser Sorge beobachteten wir danach Luna. Erst schien es, als schliesse sie sich der Herde an. Doch dann zog sie sich immer mehr zurück, entfernte sich von den Futterplätzen. Immer häufiger fand man sie abseits stehend, den Blick in die Ferne gerichtet. Der Tierarzt konnte keine eigentliche Erkrankung feststellen. Doch die Verweigerung des Futters ist für einen Esel lebensgefährlich. Wir brachten Luna in die Tierklinik, doch es sollte nicht sein: Keine drei Wochen nach Toms Tod war klar, dass Luna ihm folgt und auch erlöst werden muss.

Uns allen fehlen die beiden sehr. Der einzige Trost: Luna, diese treue Seele, ist nun wieder vereint mit ihrem geliebten Gefährten Tom.

Der Alltag auf dem Gnadenhof ist häufig geprägt von solchen Ereignissen, die unser aller Herz bewegen und erschüttern. Wie Tom und Luna damals, brauchen auch andere Tiere dringend ein neues Zuhause. Möchten Sie unsere nächste Tier-Rettung unterstützen – mit einer Spende oder einer Patenschaft? Wir sind Ihnen dankbar für jede Unterstützung.

Spenden Sie jetzt für den Tier-Gnadenhof Regaboga am Bodensee! Vielen Dank!

 

Monika Aliesch und das Regaboga-Team

 

 

20 Jahre Hof Regaboga!

News, Dezember 2018

 

20 Jahre Hof Regaboga – Danke!

Geschätzte Regaboga Freunde

Das ausklingende Jahr ist für viele Menschen mit einem Jahresrückblick verbunden. Für uns ist es eine Rückschau der besonderen Art – wir feiern ein Jubiläum: 20 Jahre Hof Regaboga!

Im Oktober 1998 sind wir hier eingezogen, ab Dezember desselben Jahres haben wir bereits unsere ersten Gnadentiere im Stall in Empfang genommen. Was im Kleinen begann, hat sich in den letzten Jahren zu einer Institution entwickelt. Täglicher unermüdlicher Einsatz, mitfühlende Empathie für unsere Schützlinge sowie ein tragendes Netzwerk und fundiertes Fachwissen für die Betreuung jeder Spezies stand für uns schon immer im Vordergrund. Zahlreiche Herausforderungen wie zwei grosse Überschwemmungen, wiederholte Sturmschäden und aktuell die massive Trockenheit der vergangenen Monate haben uns in allen Belangen gefordert.

Dies alles in den letzten 20 Jahren neben unserem ohnehin ausgefüllten Tagesprogramm zu meistern, wäre ohne Ihre Hilfe nie möglich gewesen! Mehr als einmal sind wir bei schweren Schicksalsschlägen an unsere Grenzen gestossen und glaubten, nicht mehr genug Kraft zu haben um weiterzumachen. Doch immer wieder gaben uns die Solidarität und Unterstützung, die wir erfahren durften, Energie und neuen Mut. So sind wir zuversichtlich, auch in den kommenden 20 Jahren, dank unserer Erfahrung vor Ort, Hilfe zu leisten und unsere Türen für bedürftige Tiere offen zu halten.

Wir danken Ihnen von Herzen, dass Sie den Weg gemeinsam mit dem Hof Regaboga weiter gehen.
Alle vom Hof Regaboga wünschen Ihnen harmonische Festtage und alles Gute fürs 2019.

Monika Aliesch und das Regaboga-Team

 

 

 

Alle der zahlreichen Ereignisse der letzten 20 Jahre hier aufzuführen würde den Rahmen sprengen. Deshalb stellvertretend einige der einschneidendsten Begebenheiten in Text und Bild.

 

Unsere Weidetiere in Bedrängnis!

 

 

NEWS, SEptember 2018

Unsere Weidetiere in Bedrängnis!

Seit 12 Jahren genossen unsere Pferde, Ponys, Esel und Ziegen den täglichen Freigang auf der grossen Weide, die wir gegenüber useres Grundstückes gepachtet haben. Besonders für alte oder handicapierte Tiere war dies ein Segen, da sie nur den kurzen Weg über die praktisch unbefahrene Strasse laufen mussten. Zudem konnten wir dadurch eine Mengen an Heugeld sparen, da die Tiere mit frischem Gras versorgt waren. 

Aber das alles gehört nun der Vergangenheit an! Ein Grossbauer hat Ende letzten Jahres das ganze Land gekauft. Darauf wird in Kürze ein Geflügelmaststall gebaut werden. Ein herber Schlag für uns, da wir keine Chanche hatten irgenwie mitzubieten. Seither müssen sich unsere Tiere mit dem viel kleineren Landstück zufrieden geben, das zum Hof Regaboga gehört.

Schwierige Situationen zu bewältigen gehört zu unserem Alltag auf dem Gnadenhof. Jederzeit kann etwas bei den Tieren geschehen, das unser Eingreifen notwendig macht. Dann gibt es Momente wie diesen, wo uns die Hände gebunden sind und wir einfach hinnehmen müssen, was auf uns zukommt. Wir haben versucht, uns so gut als möglich mit dieser Situation zu arrangieren – unseren Tieren ihren täglichen Auslauf durch alle uns zur Verfügung stehenden Mittel trotzdem so angenehm und kurzweilig wie möglich zu gestalten. Doch wie es manchmal ist, kommt ein Unglück leider selten allein:

Die Hitzewelle der vergangenen Wochen und der ausgebliebene Regen hat uns, wie alle anderen, hart getroffen. Die Medien haben überall dabrüber berichtet, wie schwer es die Weidetiere haben und unsere Schützlinge sind keine Ausnahme. Alles Gras auf der Weide ist verbrannt und sie finden nichts mehr zu fressen! Wir sind nun gezwungen, alles Heu zuzukaufen, damit die Tiere satt werden. Wie zu erwarten sind die Preise bereits in unverschämte Höhen gestiegen. Diese Situation wird sich auf den kommenden Winter noch massiv verschärfen. Da kommen sehr schwere Zeiten auf uns zu – wir sind auf jede Unterstützung angewiesen.

Gerade vor Kurzem haben wir im Stall Zuwachs gekommen: Den Platz der verstorbenen Stute Leila konnten wir an den wunderschönen weissen Wallach Janko weitergeben. Obwohl damit ein weiteres hungriges Maul zu stopfen ist, freuen wir uns mit Janko, dass er in unserer kleinen Herde neue Geborgenheit gefunden hat.

Im Namen aller, vor allem aber der Tiere im Stall, danke ich Ihnen für Ihre Hilfe!

Monika Aliesch und das Regaboga-Team

 

Weihnachten 2017

NEWs, dezember 2017

Weihnachten 2017

Geschätzte Regaboga Freunde

In einer Woche werden wir das alte Jahr verabschieden. Ein Jahr, welches für viele von uns einige Herausforderungen bereitet hatte. Im Wissen, dass alles seine Bestimmung hat, schauen wir zuversichtlich nach vorne. Wir freuen uns auf die neuen Aufgaben!

Unsere diesjährigen Erzählungen nehmen Sie mit auf eine Reise in die Erinnerung, an schöne und bewegende Momente, die unseren Alltag geprägt haben. Dank Ihrer Hilfe haben wir so manche Hürde nehmen können. Zu spüren, dass die Unterstützung so nah ist, hat uns in vielen Momenten die nötige Kraft gegeben um auf dem Weg zu bleiben. Immer ein Ziel vor Augen: Den Tieren ein liebevolles und artgerechtes Zuhause zu geben.

Sie machen es möglich – Danke!

Übrigens: der Hof Regaboga ist jetzt nach 2 Jahren intensiver Arbeit endlich auch bei den steuerbefreiten Institutionen registriert. Ihre Spende kann also von nun an abgezogen werden!

Alle vom Hof Regaboga wünschen Ihnen und Ihren Lieben eine harmonische Vorweihnachtszeit, ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr.

Möge es in den kommenden 12 Monaten viele kleine Inseln geben, die Sie zum Innehalten und Verweilen einladen. Geniessen Sie diese Augenblicke – sie sind einmalig!

Monika Aliesch und das Regaboga-Team

Das Weihnachtsgeschenk für Leila …

Vor 10 Jahren wurde die Stute Leila in letzter Sekunde vor dem Schlachthof gerettet. Doch nun droht ihr wieder dasselbe Schicksal: Ihre Retterin, die sich all die Jahre mit Hingabe um sie gekümmert hat, erkrankt schwer. Ihre Kräfte schwinden um so mehr, als ihr auch noch der Stall gekündigt wird. Niemand will der bereits 30 – jährigen Leila einen neuen Platz bieten, obwohl das schöne braune Pferd noch gut unterwegs ist. Die Zeit drängt, doch es scheint für Leila keine Hoffnung mehr zu geben.

Als der Hilferuf uns erreicht, sagen wir sofort ja zu Leila! Das Alter ist kein Kriterium für eine Aufnahme auf dem Regaboga! Der Umgang mit alten Tieren ist uns bestens vertraut.

Die alte Pferdelady zeigt uns deutlich, dass unsere Entscheidung richtig ist: Entspannt und neugierig steigt sie aus dem Hänger, als sie zu uns gebracht wird. Unsere Seniorenpferde Pablo und Gwyneth begrüssen sie mit allergrösstem Respekt. Dankbar nimmt Leila diese lange vermisste Zuwendung an. Nach wenigen Minuten grasen die drei glücklich auf der Weide, so als ob sie schon immer zusammen gehört hätten!

Liebe Leila, für uns ist es nicht wichtig, wieviele Tage wir nun gemeinsam unterwegs sein werden. Das einzige was zählt ist: Ein jeder Tag möge ein Guter sein.

Auf dem Regaboga bist du für deinen Lebensabend in Sicherheit!

 

Pablo begrüsst Leila

Schweres Schicksal für die kleine Lexa

Die junge Hündin Lexa wächst auf einem Bauernhof auf. Dort soll sie die Kühe treiben. Aber schnell zeigt sich, dass etwas mit dem jungen Tier nicht stimmt. Sie läuft nur auf drei Beinen und kann nur kurze Strecken gehen. So einen Hund kann der Bauer nicht gebrauchen. Lexa muss weg. Der Hilferuf erreicht uns gerade noch zur rechten Zeit. Die junge Hündin kommt auf den Regaboga. Lexa ist ziemlich durcheinander, fasst aber schnell Vertrauen zu uns. Ihre Hinterbeinchen sehen besorgniserregend aus. Der Termin beim Tierarzt bestätigt die schlimmsten Befürchtungen: Die junge Hündin hat auf beiden Seiten eine angeborene Fehlstellung in den Knien. Der Knochen ist schon angegriffen! Lexa hat wohl in ihrem ganzen jungen Leben noch keinen einzigen Schritt ohne Schmerzen gemacht!

Doch es gibt eine Chance für die junge Hündin auf ein normales Leben: Eine Operation. Es kommt eine schwierige Zeit auf Lexa zu: Schmerzen, über Wochen nur an der Leine laufen und die neue Umgebung. Doch sie meistert das bravurös. Es ist als ob sie spürt, wie wichtig die kommenden Wochen für ihr ganzes Leben sind. Alles verläuft gut und nach 4 Monaten kann Lexa endlich wieder frei über die Wiese springen.

Nun, kleine Lexa, bist du bereit für dein neues Leben – für eine neue Familie, die wir dir von Herzen wünschen!

 

Die kleine Lexa

Friedliches Ende auf dem Tier-Gnadenhof:

NEWs, juni 2017

Friedliches Ende auf dem Tier-Gnadenhof

Abschied von den zwei herzensguten Eseln Bimbo und Virginia.

Der 4. April 2017 wird uns auf dem Hof Regaboga immer in Erinnerung bleiben. Kaum war es hell geworden, entdeckten wir, dass etwas nicht stimmt: Bimbo kam nicht wie sonst zur Fütterung, sondern blieb liegen. Der gutmütige Esel war schon über 20 Jahre bei uns. 1995 kam er als eines der ersten Tiere auf den Hof, weil seine Hinterbeine eine angeborene Missbildung aufwiesen. Bimbo konnte gut damit umgehen und fand bald eine einmalige Aufgabe: Kam ein neues Tier in die Herde, schloss immer er den ersten Kontakt. Seine einfühlsame Art, aber auch seine Beharrlichkeit, führte ihn immer zum Ziel. Sein ganz besonderer Schützling war die kleine Eselstute Virgigna. Die beiden waren unzertrennlich.

Die letzten Jahre machten Bimbo seine Beine jedoch immer mehr zu schaffen. Wir dachten schon schweren Herzens über einen Abschied nach. Er schien aber noch auf etwas oder jemanden zu warten.

Wir sollten es am 4. April erfahren. Als der Tierarzt kam, den wir für Bimbo gerufen hatten, stand dieser plötzlich am Heuplatz und frass, als wäre nichts gewesen. Der Arzt wollte sich gerade wieder verabschieden, da ertönte ein Hilferuf aus dem Stall. Virgigna lag am Boden und atmete schwer. Der Tierarzt zeigte sich nach der Untersuchung sehr besorgt und nahm uns alle Hoffnung.

Dieses viel zu frühe Ende unseres Nesthäkchens hatte niemand erwartet. Sofort war klar: Der gute Bimbo hatte den Tierarzt nicht nur für sich, sondern auch für Virgigna geholt! Die beiden schliefen zusammen ganz friedlich ein.
Die Erinnerung an euch beide: Wunderbar, herzerwärmend und glückserfüllt. Danke Bimbo und Virgigna!

Möchten Sie unsere nächste Tier-Rettung unterstützen – mit einer Spende oder einer Patenschaft für ein gerettetes Tier? Wir sind Ihnen dankbar für jede Unterstützung. 

Vielen Dank.

 

Monika Aliesch und das Regaboga-Team

 

 

Bimbo

Virginia

Bimbo

Virginia

Zum Abschuss freigegeben!

NEWs, März 2017

Zum Abschuss freigegeben!

Ein tragischer Unfall des jungen Bauern verändert alles, der Hof muss aufgelöst werden. Zurück bleibt eine völlig verängstigte Ziegenherde.

 

Ein junger Bauer führt den Bauernhof seiner verstorbenen Eltern. Hart ist der Alltag für den alleinstehenden Mann, doch hingebungsvoll kümmert er sich um seine Tiere. Ihr Wohl liegt ihm sehr am Herzen.

Dann geschieht das Unglück. Bei der Arbeit auf dem Feld kippt der Traktor. Der junge Landwirt wird von der Maschine eingeklemmt. Trotz sofortiger ärztlicher Hilfe stirbt er noch auf der Unfallstelle.

Der Bauernhof wird aufgelöst. Die Kühe werden verkauft und die beiden Hunde werden von der Nachbarin übernommen. Zurück bleibt die völlig verängstigte Ziegenherde. Die ganze Aufregung auf dem Hof ist den sensiblen Tieren zu viel. Sie brechen aus dem Gehege aus und finden Zuflucht in einem schwer begehbaren Waldstück. Alle Versuche, die Ziegenherde wieder in den Stall zurück zu treiben, scheitern. Auf dem Hof haben sie kein Zuhause mehr. Nun hat die Erbengemeinschaft genug. Sie will die Tiere abschiessen lassen! Die Nachbarin des Verstorbenen kann das nicht zulassen. Zeitlebens hat der Bauer seine Tiere liebevoll gehalten. Dieses Ende darf nicht sein.

Sie wendet sich an die örtliche Tierschutzorganisation und diese eilen ihr zu Hilfe. In einer spektakulären Rettungsaktion wird die Gruppe eingefangen. Die zutraulichen Ziegen finden ein neues Zuhause im Dorf. Die zwei scheuen Buben bleiben zurück.

Die Nachbarin weiss vom Hof Regaboga. Es gilt zu handeln.

Spätabends kommen die zwei jungen Geissen auf dem Hof Regaboga an. Wir bringen sie in den Stall zu unseren Ziegen. Die Senioren Track und Caruso geben den Jungtieren sofort Halt und Geborgenheit. Schon nach kurzer Zeit fressen die beiden dankbar das angebotene Heu und schlafen dann zufrieden im Stroh ein.

Danke, dass Sie es uns ermöglichen, Tieren in ihrer Not zu helfen.

 

Monika Aliesch und das Regaboga-Team