Hofrundgang

Unsere Katzenfamilie

katzenBis vor einem Jahr haben wir Vermittlungskatzen bei uns aufgenommen. Nach tragischen Krankheitsfällen haben wir beschlossen nun die verbleibenden Tiere zu behalten und so für alle wieder die notwendige Ruhe herzustellen. Gerade diese Katzen haben fürchterliches auf dem Weg zu uns mitgemacht. Stabilität in Ihrer Umgebung ist für diese Geschöpfe lebensnotwendig. Dankbar sind wir für Mimi und Maya, sowie Penelope, die uns erfreulicherweise wieder mit mehr Vertrauen begegnen. Kalil, unser Siamkater, ist auch nach vielen Monaten noch nicht soweit, dass er die menschliche Nähe erträgt. Wir vertrauen auf die Zeit – sie wird ihm zeigen, dass er bei uns nichts mehr zu befürchten hat. Unser Herzensbrecher Monthy ist im November auf eine neue Reise aufgebrochen. Wir alle vermissen seine ruhige und einfühlsame Art. Wann immer sich die Gelegenheit bot, hat er uns bei allem Gesellschaft geleistet. Im Wissen um Deine Krankheit, lieber Monthy, hat uns die Zeit mehr geschenkt als wir je erhoffen durften. Du hast uns alle sehr glücklich gemacht …

Unsere gefiederten Freunde

DSC_0050Fleissig ist unsere Hühnerschar das ganze Jahre über unterwegs. Glücklicherweise ohne Besuche der in unserer Gegend oft anzutreffenden Jungfüchse. Elf Tiere zählt die Gruppe bei den Gänsen. Auch hier ist Ruhe eingekehrt, nachdem die Jungtiere erwachsen geworden sind und alle ihren Platz in der Herde gefunden haben. Tagsüber sind die Tiere alle frei im Areal unterwegs. Oft staunen wir wie sie alle sich zwischen den Huftieren bewegen und nichts passiert. Die grossen Tiere scheinen sehr auf die kleineren aufzupassen. Die Nacht verbringen die Gänse getrennt in Paaren und einer Jugendgruppe. So haben alle die Ruhe, die sie brauchen. In der Voliere leben die winterfesten Ziervögel wie Zebra- und Prachtfinken, verschiedene Taubenarten aber auch Wellensittiche. Es ist wichtig, dass der Bestand in sich erhalten bleibt, vor allem für die alten Tiere. Sie sollen in Ruhe ihre Zeit bei uns verbringen dürfen. Die Voliere war der erste Bau, der im Jahre 1998 auf dem Hof Regaboga gebaut wurde. Die Jahre haben der Konstruktion einiges abverlangt. Es ist an der Zeit, dass die Vögel ein neues Zuhause bekommen. Der Standort hat sich bewährt und bleibt deshalb erhalten. Von der Grösse her aber möchten wir unseren gefiederten Freunden mehr Platz anbieten, damit sie ihre Flugrunden noch mehr geniessen können. Vielleicht möchten uns vogelbegeisterte Menschen in diesem Projekt unterstützen – eine tolle neue Voliere soll realisiert werden!

Unsere Kleintiere

Wir betreuen zur Zeit Chinchillas und Degus. Unsere Chinchis haben bereits ein stolzes Alter. Leider hat unser Weibchen Liv zum zweiten Mal ihren Lebenspartner verloren. Wir hoffen es ergibt sich im kommenden Jahr eine gute Lösung für sie. Die Degus sind alle Geschwister. Bei allen Schützlingen ist die artgerechte Pflege und die liebevolle Betreuung wichtig. Gerade bei den alten Tieren ist sie der Grundstein für jeden glücklich verlebten Tag. Dafür sind wir da!

Unsere Schildkröten

DSC_0060Zwölf Schildis gehören zu unserer Familie. In ihrem schön gestalteten Gehege haben sie auch diesen verregneten Sommer gut hinter sich gebracht. Trotz Hochwasser und für diese Tierart ungeeigneten Temperaturen sind sie gut gerüstet in den Winterschlaf getaucht. Der wunderbare Herbst und die Wärmelampen haben den grössten Teil vom schwierigen Sommer wettgemacht. Zu meiner Freude ist „Sebli“,die seit mehr als 45 Jahren zu unserer Familie gehört, immer noch in der Gruppe dabei. Nun schlafen die zwölf im Naturkeller im feuchten Buchenlaub und tanken Kraft für eine neue Saison in der Wärme. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Frühling!

Unsere Hunde

DSC_0025Bei den Hunden hatten wir in der letzen Zeit am meisten Bewegung. Die intensive Zeit der Vermittlung war für alle Beteiligten eine echte Herausforderung. Seit Beginn des Jahres haben wir uns aus diesem Bereich zurückgezogen. Die nun wieder vorhandene Zeit kommt allumfänglich unseren alten und verhaltens­auffälligen Hunden zugute. Sie brauchen uns jeden Tag um die Herausforderungen im Alltag zu bewältigen. Unsere alten Tiere schätzen die individuelle Pflege, die sie erhalten und die sie fördert, im Alter auch aktiv zu bleiben. Gerade für unsere Hunde mit Verhaltens-auffälligkeiten sind regelmässige Spaziergänge mit den Bezugspersonen von grosser Bedeutung. So lernen sie gelassen an tägliche Situationen heranzugehen und diese auf positive Art zu bewältigen. Wir staunen immer wieder wie sich die Hunde zu ihrem Vorteil verändern können. So erhöhen sich die Chancen auf einen neuen Lebensplatz! Daran zu arbeiten ist unsere Pflicht – und unser Antrieb, das Maximum für unsere Schützlinge zu erreichen.

Unsere Stalltiere

DSC08134Fünf Ziegen zählt unsere kleine Herde zur Zeit. Zwei neue Tiere sind im vergangen Jahr zu uns gestossen. Lisette und Lino haben die Plätze von Zeus und Rosalie bekommen. Die beiden haben sich in kurzer Zeit an das neue Leben auf dem Hof gewöhnt. Wir staunen oft, wie leicht es den Neuankömmlingen fällt Fuss zu fassen. Bei den Huftieren haben wir in diesem Jahr Abschied von Pumukl nehmen müssen. Es war kein leichter Moment. Wäre es nach dem Kopf von unserem grossen Grauen gegangen – er wäre noch bei uns. Aber die Verschleis-serscheinungen in seinem Körper haben ihren Tribut gefordert. Eines hat sich der starke Geist nicht nehmen lassen: Er hat seinen Zeitpunkt selber bestimmt. Lieber Pumi – wir tragen Dich in unserem Herzen. Auch unser Islandpony Walela hat mit den Jahreswechseln ihre Mühe. Über viele Jahre hinweg hat sie als Therapiepony schwerste Arbeit verrichtet. Niemand hatte jemals daran gedacht, dass auch ihr Rücken eine Auszeit braucht. Wir kennen Walela über die Jahre hinweg so gut, dass wir ihr nun in diesen schwierigen Zeiten helfen können. So lange wir etwas für diese sanfte Stute tun können, macht das ein jeder von uns noch so gerne. Jeden Tag bietet sich uns die Möglichkeit Walela etwas zurückzugeben was sie den Menschen geschenkt hat – die Freiheit, sich auf ihrem Rücken frei zu fühlen! Seit dem Frühling arbeitet Tomasz bei uns im Stallbereich. Der junge Familienvater aus Polen hat im wesentlichen dazu beigetragen, dass im Stall wieder eine wunderbare Ruhe eingekehrt ist. Wir sind dankbar jemanden wie ihn in unserem Team zu haben.

 

Wir sind auf dem Weg für den Hof schon sehr weit gekommen. Vor ein paar Jahren hätte ich es nicht für möglich gehalten, da zu stehen wo wir heute sind. Trotz der unruhigen Zeit haben wir den ganzen Umbau im Hundeareal geschafft. Der amtliche Ablauf für den Gesamtumbau ist um einiges komplexer als angenommen. Ich danke an dieser Stelle allen Beteiligten, die uns bis anhin hilfreich zur Seite gestanden sind und uns auch für den letzten bevorstehenden Umbau im Stallareal begleiten werden. Dieser Abschnitt in der Geschichte vom Hof Regaboga wird noch einmal eine ganz besondere Herausforderung! Ich bin sicher, dass wir auch dies schaffen werden.

Seit 16 Jahren engagieren wir uns täglich für das Wohl der uns anvertrauten Tiere. Ohne Eure Unterstützung wäre die Geschichte vom Hof Regaboga nicht denkbar. Gestalten wir das Glück – das Glück unserer Tiere, an einem sicheren Ort liebevoll umsorgt zu leben.

Herzlichst
Monika Aliesch